Niedrige/ungleichmäßige Kompression beheben

Die Kompression in einem Motor ist ein akkumulierter Druck, der am Ende des Kompressionshubs im Zylinder entsteht, wenn sich der Kolben in seiner höchsten Position befindet. Bei einem gut funktionierenden Motor sollte der kumulierte Wert bei 2-3 Kompressionsraten erreicht werden und so nah wie möglich an den Parametern des Motorherstellers liegen.

Bei stark komprimierten Motoren (ab 10,5 kg / cm²) darf der Kompressionswert zwischen dem höchsten und niedrigsten Wert um nicht mehr als 1 kg / cm² abweichen. Bei Motoren mit niedriger Verdichtung (unter 10 kg / cm²) darf der Wert zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert um nicht mehr als 0,7 kg / cm² abweichen.

Ein Zylinder mit zu geringer Kompression ist ein undichter Zylinder, und als Folge der Leckage geht ein Teil der bei der Verbrennungsgeschwindigkeit erzeugten Energie verloren. Gleichzeitig entsteht ein weiterer negativer Penalty.

Um schnell zu zünden und vollständig abzubrennen, muss das Luft-Kraftstoff-Gemisch auf ca. 400-500°C vorgewärmt werden, bevor es mit dem Funken gezündet wird. Diese Vorwärmung erfolgt durch die Verdichtung und bei ungenügender Verdichtung erreicht die Temperatur dieses Niveau nicht – ein zusätzlicher Energieverlust entsteht. Es wird also ein doppelter Verlust sein.

Der häufigste Grund für eine zu geringe Verdichtung ist ein mechanischer Verschleiß der Kolbenringe und Zylinder. Dieses Problem wird mit der Edelstahlbehandlung effektiv behoben.

Das Problem kann aber auch andere Ursachen haben, wie zum Beispiel:
Undichte Ventile – kann auf Fehlausrichtung, schlechte Passung zwischen Ventilplatte und Sitzen, gerissene, zerkratzte oder verbrannte Ventilplatte zurückzuführen sein. Diese Probleme können mit der RVS-Technologie nicht gelöst werden.
Undichte Ventile können zum Teil auch auf verschlissene Ventilschäfte und Ventilführungen zurückzuführen sein – können mit der RVS-behandlung saniert werden.
Undichte Zylinderkopfdichtung, Risse im Zylinderkopf oder Zylinderblock, Verklemmen in den Ringnuten oder instabile Kolbenringe – auch mit RVS nicht zu reparieren.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die RVS-Behandlung nur gegen mechanischen Verschleiß wirkt – sowohl im Hinblick auf die Erneuerung bereits verschlissener Maschinenteile als auch zur Vorbeugung verschiedener Mechanismen, bei denen früher oder später Probleme auftreten.

Auch eine zu hohe Kompression ist nicht gut und kann zur Entzündung führen. Der Grund dafür ist eine hohe Rußansammlung im Zylinder und ist sehr störend für die Motorfunktion.
Wenn ein Benziner mit niedriger Verdichtung noch einigermaßen gut arbeiten kann, ist die richtige Verdichtung bei einem Dieselmotor absolut entscheidend – ist die Verdichtung zu niedrig, lässt sich der Motor meist nicht einmal starten. Das Verdichtungsverhältnis bei einem Dieselmotor ist oft höher als 20:1 und bei einem Benzinmotor liegt es bei etwa 10:1. Bei einem Dieselmotor wird der Kraftstoff mit der durch die Kompression auf 750°C erhitzten Luft gezündet.
Die Bilder unten zeigen den Kompressionsdruck des Ford Fiesta-Motors vor und nach der RVS-behandlung. Offenbar war der Motor vor der Behandlung in einem extrem schlechten Zustand. Durch die RVSbehandlung wurden die Kompressionsparameter des Motors auf die vom Hersteller angegebenen Werte zurückgesetzt. Der Test wurde von der Fraunhofer-Gesellschaft in Deutschland durchgeführt.

Die Kompression vor der Behandlung

Selbst nach einer Stunde Leerlauf wurden die Kompressionsdaten für die Zylinder 1-3 von einem Bereich zwischen 4 und 6 auf etwa 8,5 bis 10,5 angehoben.

Nach einer Probefahrt von 5.000 km finden Sie eine weitere Verbesserung der Zylinder 2 und 3 und insgesamt einen symmetrischeren Verlauf in allen Zylindern.

Bei einem gut funktionierenden Motor muss die Verdichtung daher möglichst nahe und möglichst gleichmäßig am angegebenen Wert des Motorenherstellers liegen. Dafür sorgt die RVS-behandlung.

Wie kann man die wahre Ursache des Komprimierungsproblems ermitteln?
Nehmen Sie eine Kompressionsprobe. Wenn einer der Zylinder einen zu niedrigen Wert anzeigt, fügen Sie dem Zylinder ca. 5-10 ml Motoröl (nicht mehr) hinzu und wiederholen Sie den Test. Wenn die Kompression zugenommen hat, bedeutet dies, dass dieser Zylinder und die Kolbenringe verschlissen sind. Dies liegt daran, dass das Öl den Zylinder vorübergehend abdichtet und die Kompression vorübergehend zunimmt.
Nach der RVS-Renovierung kann der Motor beim Beschleunigen manchmal anfangen zu nageln. Lesen Sie hier die Kundenbeschreibung.

Das Problem liegt an einer zu starken Rußansammlung im Brennraum oder an einer vorzeitigen Zündeinstellung.
Während vieler Fahrkilometer wurden die Motorteile, die die obigen Einstellungen beeinflussen, nach und nach abgenutzt und an die vorherrschenden Bedingungen angepasst. Nachdem die Motorteile wieder in den Originalzustand versetzt wurden, müssen auch alle Einstellungen neu angepasst werden. Beachten Sie jedoch, dass bei den meisten Automodellen ab -88 Leerlauf und Zündung automatisch über das Steuergerät eingestellt werden.
In jedem Fall müssen die Nägel so schnell wie möglich fixiert werden. Eine vorzeitige Zündung belastet den gesamten Kurbeltrieb stark. Außerdem kann der Motor überhitzen.

Bei zu hoher Rußansammlung verringert die Rußschicht das Kammervolumen und erhöht damit das Verdichtungsverhältnis. Wenn der Motor vor der Behandlung undicht war und ein Teil der Gase am Kolben vorbeiströmte, reichte der Druck nicht aus, um das Kraftstoff-Luft-Gemisch auf über 500 °C zu erhitzen und zu entzünden. Wenn der Motor nun dicht ist, hat sich der Druck erhöht und die Temperatur unterhalb der Kompressionsrate in der Kammer ist so hoch, dass sich der Kraftstoff ohne Funken von selbst entzündet. Ähnlich wie bei einem Dieselmotor.

Um die Rußschicht zu entfernen, entfernen Sie alle Zündkerzen, drehen Sie die Kurbelwelle, bis sich einer der Kolben in der Kompressionsposition befindet – dh. der Kolben steht in der oberen Position und beide Ventile sind geschlossen. Füllen Sie die Kammer über das Zündkerzenloch so weit wie möglich mit Kerosin. Lassen Sie den Motor 10-12 Stunden stehen.
Decken Sie das Zündkerzenloch mit einem Tuch ab und drehen Sie den Motor einige Sekunden lang mit dem Anlasser. Das Kerosin mit dem gelösten Ruß wird durch das Zündkerzenloch ausgestoßen. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit allen Zylindern und wechseln Sie anschließend das Öl und den Filter. Dieses Verfahren eignet sich auch für Antihaft-Kolbenringe.